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Unser Leitbild

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Unsere Leitvorstellungen


Unsere Leitvorstellungen haben wir gemeinsam mit dem Elternbeirat so formuliert:

1.Gemäß unserem eingangs genannten Motto haben wir den Fokus auf die MINT-Fächer gelegt. Durch praktisches Experimentieren und entdeckendes Lernen will unsere Schule die Begeisterung und Neugierde für die Zusammenhänge rund um die Natur und Technik wecken, fördern und erhalten. In diesem Bereich kommt unserem neu eingerichteten Forscherlabor eine besondere Bedeutung zu.

2.Die Lesefähigkeit ist unbestritten die wichtigste Kompetenz für selbstän-diges Lernen in allen schulischen Fächern, da von ihr in erheblichem Maße der Wissenserwerb und die kontinuierliche Entfaltung der sprachlichen Kompetenz abhängen. Um sie zu fördern, gilt es die Lesemotivation ständig aufrechtzuerhalten. Als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip sollen die Kinder ein Bewusstsein entwickeln mit Texten bedürfnis-, sach- und themenbezogen umzugehen.

3.Wir wissen um die Bedeutung und Notwendigkeit von sportlichen Aktivitäten. Durch ein attraktives und alternatives Sportprogramm wollen wir unsere Kinder zu vermehrten Bewegungseinheiten führen. Zusammen mit Projekten zur gesunden Lebensführung sollen die SchülerInnen zu einem nachhaltigen Körperbewusstsein herangeführt werden.

4.Als einzügige Traditionsschule im Herzen der Stadt Passau pflegen wir untereinander einen familiären Charakter und wissen um die Stärken und Schwächen unserer SchülerInnen. Wir nützen die überschaubare Struktur unserer Schule, pflegen die zwischenmenschlichen Kontakte und vermitteln Werthaltungen wie Höflichkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Außerdem leben wir einen besonderen Wert auf einen gegenseitig wertschätzenden, ehrlichen wie rücksichtsvollen Umgang untereinander.
5.Uns ist bewusst, dass unsere Kinder in einer sich rasant verändernden und komplexen Gesellschaft heranwachsen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Kindern weitreichende Hilfen an die Hand zu geben, dass sie selbstsicher und selbstbewusst ihre eigenen Überzeugungen im Sinne unseres christlichen Wertekontextes vertreten können.

6.Im Miteinander von Elternhaus und Schule wollen wir unsere Kinder zu einem friedlichen Miteinander erziehen und ihnen Strategien zur Prob-lemlösung vermitteln, damit ein respektvoller Umgang in ihrem Auftreten selbstverständlich ist. Das Akzeptieren des Anderen soll zu ihren Wert-haltungen ebenso zählen wie die Einsicht, dass nur bei Einhaltung von Regeln die Entfaltung des Einzelnen gelingt.

7.Neben der Vermittlung von Wissen, Kenntnissen und Können ist uns soziales Lernen wichtig. Schwerpunkte liegen auf der Erziehung zum gewaltfreien und höflichen Miteinander. Dies erfordert Achtung, Respekt und Vertrauen in einer Atmosphäre gegenseitiger Toleranz und Offenheit.
8.Als Kollegium bemühen wir uns um gegenseitige Unterstützung und wertschätzenden Umgang miteinander. Kollegiale Zusammenarbeit ist uns Lehrern wichtig und gerade an unserer kleinen Schule von großer Bedeutung. Offene Gespräche, Vertrauen und Reflexion, sowie klassenübergreifende Teamarbeit sind dabei wichtige Aspekte. Vorhaben, Probleme und Entscheidungen besprechen, planen und treffen wir im Team.

9.Um unsere Schule im Bewusstsein der Bevölkerung zu halten, nutzen wir alle Formen der Öffentlichkeitsarbeit, wie Internet oder Berichte in regionalen Zeitungen; dies vor allem bei Aktionen, die die Säulen unseres Schulprofils betreffen.

10.Mit den Eltern unserer Schüler stehen wir in einem intensiven und persönlichen Austausch. Um den Kontakt zu intensivieren, bieten wir verschiedene Veranstaltungen und Kontaktmöglichkeiten (z.B. auf Elternabenden) an.

11.Die Schulanfänger aus den mit uns kooperierenden Kindergärten werden im letzten Kindergartenjahr bereits intensiv mit mehreren Treffen und Aktionen (auch bei uns im Schulhaus) von schulischer Seite begleitet. Dadurch werden sie auf ihren neuen Lebensabschnitt vorbereitet und können diesem gelassen und freudig entgegen sehen.

 

Unser Schulprofil

Dorfschule mitten in der Stadt

In der Grundschule Passau St. Nikola herrscht das besondere Flair einer Dorfschule.
Unsere einzügige Grundschule ist ruhig und überschaubar. Mit fünf Lehrern und etwas mehr als achtzig Kindern in vier Klassen gestalten wir im eigenen Gebäude ein von Geborgenheit getragenes Schulleben.

Diese Besonderheit wird auch durch unser liebevoll restauriertes hundertjähriges Schulhaus ausgestrahlt. Die gute Zusammenarbeit mit dem Hort im Hause und den Eltern trägt zu diesem familiären Charakter ebenso bei wie die Fürsorglichkeit der Mitarbeiter unserer Hausverwaltung.
 Unsere Schüler wohnen größtenteils im verkehrsberuhigten Bereich der Passauer Altstadt und pflegen ihre Freundschaften aus der Schule auch an den Nachmittagen und Wochenenden. Viele Familien kennen sich bereits aus den Kindergärten und unterstützen unsere Schule durch ihr großes Engagement. Durch den steten Kontakt mit den Kindertagesstätten im Sprengel können wir auch unsere Schulanfänger schon früh kennenlernen und den Übergang zur Schulzeit vertrauensvoll begleiten.

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Neben dieser besonderen sozialen Anbindung bietet unsere Schule durch ihre idyllische Lage an den drei Flüssen der Stadt aber auch einzigartige Möglichkeiten der Naturbegegnung. Neben dem fußläufig erreichbaren Naturschutzgebiet „Halser Ilzschleife“ sind die nahen Wälder auf dem Georgsberg und der Donauleiten auf dem Klosterberg ebenso häufig Ziel unserer Exkursionen und Wandertage wie die Wiesen und Hecken auf der Bschütt und kleinere Bachläufe im Stadtpark.
In unserer kleinen Schulgemeinschaft kennt jeder jeden und genießt die persönliche Atmosphäre unserer Dorfschule in der Stadt. Denn trotz der zauberhaften Lage am Fluss befinden wir uns mitten in der Stadt und können deren Angebote ganz unkompliziert nutzen.
Unser Schulalltag profitiert von den nahen Museen, Baudenkmälern und Künstlerateliers. Regelmäßig besuchen wir Büchereien, Aufführungen des Stadttheaters, städtische Sportstätten wie Eislaufhalle und Erlebnisbad und als Ausgleich zu unserem kleinen Pausenhof oft auch die Spielplätze im Sprengel zum ungehinderten Toben und Klettern. Wir nutzen die Nähe der Universität und anderer Bildungsträger in der Stadt mit ihren Kooperationsangeboten zur Bereicherung unseres Unterrichts und pflegen den Kontakt mit den kirchlichen Gemeinden und weiterführenden Schulen in der Nachbarschaft, besonders mit unserer großen Mittelschule, die unsere Arbeit mit ihrem Fachpersonal wie Verwaltungskräften, Schulsozialarbeitern, Fach- und Förderlehrern immer tatkräftig unterstützt.

Profilbaustein Körperbewusstsein

Eine der vier tragenden Säulen des Profils der Grundschule Passau St. Nikola bildet die Bewegungserziehung und Gesundheitsförderung. Wir haben uns sozusagen zum Ziel gesetzt das Körperbewusstsein unserer Schüler/Innen heranzubilden und zu stärken.
Verschiedenste Experten behaupten, dass 65% aller Kinder an Haltungsschwächen leiden und 50% Probleme mit der Koordination haben. Es bestehen erhebliche Defizite im elementaren Bewusstsein für den eigenen Körper.
Die Schüler/Innen werden speziell im Sportunterricht durch ein attraktives Angebot an alternativen Sportgeräten, wie dem „Balancier-Spazierweg“, „Team-Walker“, Pedalos, Rollbretter, Moonhopper, Pogo-Sticks, Stelzen, Spezialschaumstoffbausteine, Lernturnmatten und sogar Schießstöcken zur Freude an der Bewegung animiert.

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Jede unserer Lehrkräfte gestaltet so den Sportunterricht individuell nach den Bedürfnissen der Kinder.
Doch das Sportprogramm unserer Schule endet nicht in der Turnhalle. Mit regelmä-ßigen Besuchen der Eishalle, Wintersporttagen, Wanderungen, Schwimmunterricht, Schul- und Sportfesten, Klettern und Spielen auf den nahen Spielplätzen und der Durchführung von Projekttagen komplettieren wir unser Angebot.

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In den Pausen bieten wir unseren Schülern vielerlei Bewegungs- und Spielmateria-lien wie zum Beispiel Ringwurfspiele, Gummitwists, „Kästchenhüpfspiele“, Jongliersets, Fang den Ball Spiele, Balancierkreisel, Schaukelwippen, ein Kletterge-rüst und eine fest installierte Boulderwand.

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Um sich wohl zu fühlen und bestimmten Erkrankungen präventiv entgegenzuwirken, sind nicht nur Sport und Bewegung wichtig. Auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung steht im Fokus der Grundschule Passau St. Nikola. Dieses Thema wird nicht nur im Unterricht ausführlich behandelt, sondern zum Beispiel gemeinsam mit dem Elternbeirat in Form des „gesunden Frühstücks“ in die Praxis umgesetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt, der an unserer „Altstadtschule“ durchgeführt wird, ist die Ausbildung der „Streitschlichter“. Dieses Programm fördert den Erwerb sozialer Kompetenzen, wie Selbstwertgefühl, Verantwortung für sich und andere, Toleranz, Teamarbeit und die Bereitschaft zum Zuhören. Vor allem, wenn Konflikte auftreten ist es wichtig, den Kindern für sie praktikable Konfliktlösungsstrategien an die Hand zu geben. Somit lernen unsere Schüler/Innen, ihren eigenen Geist und Körper besser einzuschätzen und damit effektiver umzugehen.
Durch den strukturierten und kindgerechten Einsatz dieser Bausteine geht unsere traditionsreiche „Altstadtschule“ mit der Zeit und stellt sich den Herausforderungen der modernen Gesellschaft.

Profilbaustein Mathematik und Naturwissenschaften

Um den hohen Anforderungen des Lehrplan-Plus und dabei nach Möglichkeit allen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, haben wir uns an der Grundschule Passau St. Nikola entschlossen, einen Schwerpunkt unserer Bildungs- und Erziehungsaufgaben auf die MINT-Förderung (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaft - Technik ) zu legen. Wir wollen damit erreichen, dass unsere Schüler gesicherte Grundlagen und Basisfähigkeiten im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht erhalten und ein nachhaltiges Interesse für Fragestellungen in diesen Fächern erhalten.

Im Schuljahr 2012/2013 führten wir das Projekt „Miniphänomenta“ an unserer Schule durch und konnten Schüler und Eltern für experimentelles Lernen begeistern. Es wurden bereits mehrere Stationen nachgebaut um dauerhaft den Schülern zur Verfügung zu stehen. Im Zuge der Generalsanierung des Schulgebäudes sind dafür ausreichend Räumlichkeiten eingeplant worden. Wir streben durch den Nachbau einzelner Stationen und deren langfristigen Einsatz im Sinne eines selbstgesteuerten, experimentellen Lernens die Auszeichnung „Miniphänomenta-Schule“ an. Die Idee der Miniphänomenta geht auf die Arbeiten von Prof. Dr. Lutz Fiesser zurück. Er gilt als Begründer des ersten deutschen Science Centers, der Phänomenta in Flensburg, und hat sich im Rahmen der Lehrerausbildung über Jahrzehnte mit der Frage befasst, wie der geeignete Rahmen für elementare naturwissenschaftliche Erfahrungen in Schule und Unterricht geschaffen werden kann. Eine seiner Antworten hierauf ist das Konzept der Miniphänomenta.

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Frei zugängliche Experimentierstationen, an denen naturwissenschaftliche und technische Phänomene von Kindern erlebt und dann kooperativ geklärt werden, fördern die Forschungsfähigkeit und die Freude am eigenen Erkennen. Außerhalb des Unterrichts bieten die Experimente in der Grundschule einen attraktiven Anlass, im Handeln zum Denken zu finden. Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Welt auf, die durch Simulation, Informationsflut und Zeitmangel geprägt ist. Das eigene unmittelbare Erle-ben, das Ausprobieren und altersgemäße Forschen finden immer weniger Raum. In der Folge verkümmert die Fähigkeit, selbständig zu erkunden, Hypothesen zu entwickeln und kreative Lösungen zu finden. Genau diese Kompetenzen werden aber für eine zukunftsfähige Gesellschaft gebraucht.

Die Grundschule Passau St. Nikola beteiligt sich mit einigen Klassen seit 2013 am Projekt „Sinus an Grundschulen“. Unser Ziel hierbei ist es, den Mathematikunterricht für die Klassen aller Jahrgangsstufen durch regelmäßige Behandlung offener und problemorientierter Aufgabenstellungen zu verbessern und somit die Forderungen des (ab 2014/2015 einzuführenden) „Lehrplan-Plus“ optimal umsetzen zu können.

Das Programm »SINUS an Grundschulen« entwickelte den mathematischen und
naturwissenschaftlichen Grundschulunterricht weiter. Es lief von August 2009 bis Juli 2013. Zehn Länder der Bundesrepublik nahmen mit ausgewählten Grundschulen aktiv am Programm teil, fünf weitere Länder als assoziierte Mitglieder. Lehrerinnen und Lehrer der Teilnehmergrundschulen arbeiteten im Team an typischen Herausforderungen des Unterrichts. Sie richteten ihren Blick auf die individuelle Förderung der Kinder und schafften eine ausbaufähige Grundlage für das Lernen in der Sekundarstufe. Lehrkräfte dokumentierten und reflektierten ihre Arbeit und wurden dabei vom Programmträger, dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) wissenschaftlich begleitet.
Nach dem Ende des gemeinsamen Programms führen die Länder die Arbeit ab August 2013 nach landesspezifischen Konzepten weiter.
Im Schuljahr 2015/16 sind wir als Sinus-Schule zertifiziert.


Neben der Mathematik liegt unser Förderschwerpunkt auch auf den Naturwissenschaften. Mit dem Projekt  „Haus der kleinen Forscher“ startet die Grundschule Passau als eine von zwei Schulen im Schulamtsbezirk Passau im Juli 2014 mit dem Projekt.
Lehrkräfte der Schule werden von der Stiftung als Trainer ausgebildet, um dann die Inhalte in Lehrerfortbildungen zu multiplizieren. Anhand einfacher, an der Schule verbleibender Experimentier-Sets werden naturwissenschaftlich-technische Phänomene verschiedener Themenbereiche im Unterricht behandelt. Wir starten mit zwei von 14 Themenbereichen, um in der Folge durch weitere Fortbildungen und dauerhafte Bereitstellung von Experimentiermaterialien eine nachhaltige Umsetzung naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts an unserer Schule gewährleisten zu können. Im Zuge der Generalsanierung des Schulhauses wird dafür auch ein eigener „Raum der kleinen Forscher“ eingerichtet, der den Anforderungen unseres Vorhabens optimal entspricht.

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Unsere Einrichtung ist seit November 2015 als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert.
Im Rahmen der Lehrerstundenversorgung durch Schulamt und Regierung ist es uns möglich, eine wöchentliche Forscher-AG anzubieten. In dieser für die Schüler freiwilligen Unterrichtsstunde können, von zwei Lehrkräften betreut, Versuche und Experimente durchgeführt werden. Phänomene werden beobachtet und über Ursachen und Wirkungen reflektiert. Die Ergebnisse werden von den Schülern altersgemäß dokumentiert.  Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass neben den von den Lehrern vorbereiteten Experimenten im Laufe der Monate immer mehr Anregungen durch die Schüler selbst kamen. Sie beobachteten ähnliche und weitere Alltagsphänomene ihrer Umgebung, beschrieben diese und diskutierten ihre Folgen und Ursachen. Schließlich wurden diese in folgenden Unterrichtseinheiten nachgestellt und experimentell überprüft. Durch die Auseinandersetzung mit den in der Forscher-AG behandelten Inhalten wurde die Aufmerksamkeit der Schüler auf naturwissenschaftlich-technische Phänomene gelenkt und ihre Kompetenzen im Problemlösen, Kommunizieren, Argumentieren, Modellieren und Darstellen gestärkt. Unser Ziel ist es deshalb den Kindern auch in den nächsten Jahren die Möglichkeit dazu zu geben.

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Durch die Sanierung der Schule hatten wir die Möglichkeit ambulante Computer-Inseln mit Internetzugang in allen Klassenzimmern zu errichten und somit auch den informationstechnischen Ansprüchen einer MINT-orientierten Grundschule gerecht zu werden.
Kinder kennen und verwenden den Computer in ihrer Freizeit vor allem als Spielgerät. Diese Erfahrung erleichtert ihnen den Zugang. Die Aufgabe der Schule ist es, über diese einseitige Nutzung hinaus die neuen Lern- und Arbeitsmöglichkeiten am PC zu zeigen. Dabei darf sich der Lehrer bei der Wahl der Software nicht vom vordergründigen Unterhaltungswert leiten lassen. Vielmehr soll die Effektivität im Hinblick auf die Forderung und Förderung jedes einzelnen Kindes im Auge behalten werden.

Wenn im Sinne des neuen Lehrplans der Umgang mit dem Computer zur informationstechnischen Grundbildung und zukunftsweisenden Medienerziehung gehören soll, müssen die Schüler über die notwendigen Grundkenntnisse und –fähigkeiten verfügen. Diese werden in der Grundschule nicht in einem systematischen Lehrgang vermittelt, sondern beim Umgang mit dem Gerät und den verschiedenen Programmen sozusagen nebenher erworben. Aufgabe des Lehrers ist es, an geeigneten Stellen auf wichtige Aspekte hinzuweisen und moderne Formen der Einführung zu nutzen.

Angesichts der immer unüberschaubarer werdenden Informationsmenge ist deren kompetente Entnahme aus verschiedenen Quellen eine wichtige Qualifikation für die Zukunft. Die Schüler sollen lernen, Inhalte für sich sinnvoll auszuwählen und zu nutzen, aber auch kritisch damit umzugehen. Die dafür notwendigen Strategien - (selektives Lesen, zusammenfassen, vergleichen usw.) können und müssen im Umgang mit neuen Medien grundgelegt werden.
Viele Eltern und Lehrer sehen mit Sorge, dass an die Stelle von Primärerfahrungen und Sinneserlebnissen in der Natur digitale Präsentationen treten könnten. Der Lehrplan weist in den Vorbemerkungen nachdrücklich auf die Bedeutung der Wirklichkeitserfahrungen hin. Diese werden durch den Einsatz des Computers und anderer Medien nicht ersetzt, wohl aber ergänzt und bereichert.

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Profilbaustein Lesen und Lesekompetenz

Mit dem Schwerpunkt „Lesen“ setzen wir an unserer Schule einen eigenen Akzent. Lesen und Umgang mit Texten sind in der Grundschule grundlegende Unterrichtsprinzipien. Die Vermittlung der im LehrplanPlus genannten Kompetenzen Leseerfahrung, Lesefertigkeit und -fähigkeit ist uns ein so großes Anliegen, dass wir über die üblichen, vom Lehrplan geforderten Unterrichtsmaßnahmen hinausgehend, zusätzliche Anreize schaffen.
Zunächst geht es uns um die Lesefähigkeit jedes einzelnen Schülers. So soll es nicht vorkommen, dass Schüler unsere Schule verlassen, ohne wirklich lesen zu können. Mit der Durchführung von standardisierten Lesetests, z.B. dem Stolpertest zu Beginn und am Ende jeden Schuljahres in den Jahrgangsstufen 2 – 4 erhalten die LehrerInnen schnell einen ziemlich genauen Eindruck von der Lesegeschwindigkeit –und -fähigkeit jedes einzelnen Schülers. Darauf aufbauend folgen nun Maßnahmen, eventuell festgestellte Defizite zu beheben. So wird beispielsweise in sogenannten Lesetandems eine spezifische Methodik zur Steigerung der Leseflüssigkeit angewandt. Jeder Schüler ist hier beim Lesevorgang beteiligt und bringt sich ein, ob als „Sportler“ (der Übende) oder als „Trainer“ (der Unterstützende). 

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Zusätzliche Unterstützung erfahren wir von „außen“, wenn wöchentlich die sogenannten „Lesepaten“, Studenten der Universität Passau, zu uns an die Schule kommen und sich Zeit nehmen, einzelne Schüler beim Lesen individuell zu begleiten. Neben dem Tandemlesen arbeiten sie mit den Schülern nach der Methode von Meyer zur „Blitzschnellen Worterkennung“, um die Leseflüssigkeit zu erhöhen.
Neben diesem auf die Lesefertigkeit achtenden Aspekt stärken wir die Lesekultur durch Maßnahmen, die auf die Lesemotivation abzielen. Mit besonderen Lesestunden, Lese – Aktionstagen, Leseprojekten in den Klassen und ähnlichen Veranstaltungen motivieren wir unsere Schüler zusätzlich zu den herkömmlichen unterrichtlichen Angeboten. Ein Lesezimmer mit gemütlichen Leseinseln und einer Schulbücherei gehört natürlich auch zur Ausstattung der „Lese – Schule“ Altstadt und lädt zu kurzweiligen Lesestunden ein. Hier stehen den Kindern auch Hörbücher zur Verfügung.

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Mit dem Hereinholen von Vorlesern (Eltern, Freunde der Schule, Ehemalige, etc.) in unsere Schule setzen wir von außen kommende Impulse. Diese lesen an Aktionstagen aus einem selbstgewählten (Kinder)buch den Schülern vor. Denn das Vorlesen lieben die Kinder auch heute noch.

 
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Zu einem festen Programmpunkt im Schuljahr gehört auch die Erstellung eines  Leseportfolios – eine innovative, kompetenzorientierte Unterrichtsmethode, die in der Schullandschaft mittlerweile immer mehr Anklang findet. Beispielsweise arbeiten die Schüler gern an einem Portfolio zum Unterrichtsthema „Mein Lieblingsbuch“. Hierzu werden verschiedene Aufgaben auf Arbeitskarten gestellt, aus denen die Schüler auswählen können. Dann werden entsprechend den Anweisungen Inhalte beschrieben, das Leben des Autors bearbeitet usw. Die dabei entstehenden Leseportfolio - Mappen sind sehenswert und werden in Präsentationen den anderen vorgestellt, auch klassenübergreifend.

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Die hier angebotene große Auswahl an „Lieblingsbüchern“ bedeutet immer Inspiration und Anregung für neue Leseabenteuer.
Nicht zu vergessen ist der alljährliche Besuch im Stadttheater bei einem Stück, das häufig auf einem Klassiker der Kinderliteratur basiert. Dies wird begleitend im Unterricht besprochen, gelesen, der Autor thematisiert etc.
 
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Mit diesen vielfältigen Maßnahmen sollte es uns gelingen, jedes Kind lesekompetent in die weitere Schullaufbahn zu entlassen. Damit hätten wir ein wichtiges Ziel erreicht!