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Nikola baut Brücken

Unter diesem Motto stand am Mittwochabend die Veranstaltung, zu der die Schulleitung und das Kollegium der Grund- und Mittelschule St. Nikola eingeladen hatten. Zielgruppe waren die Familien, deren Kinder die Nikolaschule besuchen und auf Hilfe infolge des Hochwassers angewiesen sind.

Wie Rektorin Petra Seibert bei ihrer Begrüßung hinwies, standen über 20 Schulen bayern- wie bundesweit, Freunde und Förderer von Nikola hinter dieser einmaligen Aktion. „Hochgerech-net wären dies weit über 8000, die heute Abend hier sein müssten, denn diese haben den heu-tigen Abend ermöglicht!“, so Seibert.

Das Bild der Brücke zog sich thematisch durch den ganzen Abend. So wurde der Fachliche Leiter des Schulamtes Passau, Herr Hubert Kainz, in seiner Funktion als Brückenkopf heraus-gehoben, der symbolisch für Grund- und Mittelschulen von Lohmar in Nordrhein-Westfalen bis Fischen-Ofterschwang im Allgäu stand.
Zusammen mit Herrn Kainz wurde auch Herr Dr. Anton Jungwirth als verlässlicher Brücken-pfeiler begrüßt, der stellvertretend für Bürgermeisterkollegen in Bayern stand, die Stadthallen zur Verfügung, Spendenbeträge von Kindern aufgestockt und ehrliches Interesse am Bürger gezeigt haben.
Beide Herren übernahmen im Anschluss daran auch die Übergabe der Kuverts an die 11 be-troffenen Familien, die zuvor kurz in einer emotional sehr berührenden Weise ihre Erlebnisse und momentane Situation geschildert hatten.

Musikalisch wurde der Abend durch den Schulchor unter Leitung von Herrn Alexander Vils-maier, Soloeinlagen der Kollegin Birgit Wimmer und rhythmischen Melodien der Schulband unter Führung von Thomas Krispin begleitet.

Josef Wenninger nahm mit christlichen und konfessionsübergreifenden Gedanken das Motto des Abends auf.  Dabei betonte er die positive Seite der neuen Medien, die es ermöglicht hat-te, dass eine „Luftbrücke“ via email über viele Kilometer hinweg, schnell aufgebaut werden konnte. Problemlos nahm man so mit alten Bekannten, Kollegen, Freunden und Schulen Kon-takt auf. Dabei stand das Lied  „Über sieben Brücken musst du gehen…“ Pate für die Gedan-ken zur Zahl 7. Bei dieser einzigartigen Hilfsaktion wären es nicht nur sieben sondern unzählig viele Brücken gewesen, die man geschlagen habe, damit die Odyssee der Betroffenen ein Ende nehme.

 Eine professionell gekonnte Brücke zum launigen Teil schlugen „Herbert und Schnipsi“, die spontan ihre Zusage gegeben hatten mit bayerisch schrägen und ungewöhnlichen Musikparo-dien dem Abend eine Kehrtwendung zu geben.
So konnte sich keiner der Gäste ausnehmen mitzulachen als das Kabarett-Duo einen Einblick in sein beziehungstechnisch angespanntes Eheleben gab. Bei dem Ausschnitt ihres neuesten Programms „…und wia gehts oiwoi so?“ wurden bei jedem der Anwesenden die Lachmus-keln strapaziert, sodass der eingangs gestellte Wunsch, dass an diesem Abend die Sorgen in den Hintergrund treten sollen, sich voll erfüllte.

Das anschließend überwältigende Buffet trug dazu bei, dass der Abend lang wurde.
Am Ende wurde spürbar, dass Nikola sich von einer neuen Seite präsentiert hatte: als Brücke zu den Menschen und einem Hauch von Daheim sein können.